Am 28. und 29. April 2026 verwandelte sich Köln für zwei Tage in das Zentrum der OER-Community: Bei der Statuskonferenz „OEROpen Educational Resources (OER), auf Deutsch offene Bildung More im Blick 2026 – Welcome to the Jungle“ diskutierten rund 250 Teilnehmende aus Bildung, Wissenschaft, Verwaltung und Projektarbeit die Weiterentwicklung offener Bildungsressourcen – und das ZOERRDas Zentrale Open Educational Resources Repositorium (ZOERR) More war mittendrin.
Wer sich auf den Weg machte, wurde Teil eines lebendigen, vielschichtigen Ökosystems aus Ideen, Projekten und Perspektiven. Die Konferenz bot ein abwechslungsreiches Programm aus Workshops, Meetups, Vorträgen und Live-Pitches, das weniger als klassische Konferenz und mehr als interaktive Ideenwerkstatt funktionierte. Besonders spannend war das OE_Space Pitch-Event, bei dem ausgewählte Teams neue Konzepte für offene Bildungsinfrastrukturen vorgestellten– ein Beispiel dafür, wie Praxis, Forschung und Politik zusammenkommen.
ZOERRDas Zentrale Open Educational Resources Repositorium (ZOERR) More zeigte gleich auf zwei Meetups Präsenz
Meetup 1: Qualität, Offenheit und KI – neue Herausforderungen für OEROpen Educational Resources (OER), auf Deutsch offene Bildung More
Im ersten Meetup, moderiert von Alexander Klein (Universität Tübingen / ZOERRDas Zentrale Open Educational Resources Repositorium (ZOERR) More), wurde versucht die Frage zu klären, wie die Qualität von offenen Lehrmaterialien auch im Zeitalter generativer KI gesichert werden kann. Diskutiert wurden dabei insbesondere:
- Peer-Review-Verfahren und strukturierte Metadaten
- Transparente Freigabeworkflows
- Klare Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten
- Leitlinien für Hochschulen, u. a. zu Quellenangaben, Vier-Augen-Prinzip, Versionierung und Lizenztransparenz
Repositorien und Redaktionssysteme sollen künftig nicht nur die Veröffentlichung von Materialien ermöglichen, sondern auch deren formale und technische Qualität prüfen. Damit wird ein Ansatz verfolgt, der Offenheit, wissenschaftliche Integrität und Rechtssicherheit miteinander verbindet.
Diskussion: Qualität im KI-Zeitalter
Im Mittelpunkt der anschließenden Diskussion stand der Begriff „Qualität“: Die Teilnehmenden diskutierten, wie Qualität bei teilweise KI-generierten Texten und Bildern überhaupt verlässlich geprüft und definiert werden kann. Dabei ging es auch um die Frage, wie Offenheit, wissenschaftliche Integrität und rechtliche Sicherheit zusammengebracht werden können.
Alexander Klein konnte wegen seiner Tätigkeit beim ZOERRDas Zentrale Open Educational Resources Repositorium (ZOERR) More praxisnahen Erfahrungen konkrete Impulse liefern, wie Repositorien und Redaktionssysteme die Nachvollziehbarkeit und Qualität von KI-gestützten Lehrmaterialien unterstützen können.
Meetup 2: Interaktivität und Individualisierung bei OEROpen Educational Resources (OER), auf Deutsch offene Bildung More – Wie können wir das in Repositorien abbilden?
Im zweiten Meetup, moderiert von Verena Zimper (ZOERRDas Zentrale Open Educational Resources Repositorium (ZOERR) More), lag der Fokus auf den steigenden Anforderungen an OER-Repositorien durch individualisierte und interaktive Lernangebote. Themenschwerpunkte dieses Vortrags waren:
- Zunehmend individuelle und interaktive OER-Projekte, z. B. strukturierte Selbstlernkurse oder eigens entwickelte Software/Apps
- Zusätzlicher Hosting-Bedarf und technische Infrastruktur
- Anpassungen und Weiterentwicklungen von Plattformen
- Einsatz von KI und neuer Software, auch proprietärer Lösungen, beschleunigt die Entwicklung
Diskussion: Qualitätssicherung in komplexen OER-Projekten
In der Diskussion tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber aus, wie sie diese Entwicklungen wahrnehmen und welche Anpassungen Plattformen vornehmen müssen oder sich wünschen. Die anfänglich aufgestellte Beobachtung, dass die Komplexität von OER-Materialien stetig steigt, wurde von allen geteilt. Besonders der Einsatz von KI sowie anderer neuer, teilweise kommerzieller Software beschleunigt diese Entwicklung, da sie von OER-Erstellenden intensiv genutzt wird. Stellenweise erfolgt der Einsatz so umfassend, dass die Nachbearbeitung der entstandenen Materialien einen hohen Aufwand erfordert.
In Verbindung mit der generellen Komplexitätssteigerung wurde deutlich, dass Qualitätssicherung weiterhin eine zentrale Zukunftsaufgabe bleibt. Die erforderlichen Betreuungsaufwände nehmen zu. Repositorien werden künftig weniger auf rein automatisierte Prozesse setzen, sondern auf qualitative Prüfungen, individuelle Begleitung und Beratung während der OER-Produktionsprozesse.
Fazit: Offene Bildung lebt von Zusammenarbeit
„OEROpen Educational Resources (OER), auf Deutsch offene Bildung More im Blick 2026“ hat erneut gezeigt, wie wichtig Austausch, Vernetzung und gemeinsames Weiterdenken für die OER-Community sind. Gerade im Zusammenspiel von OEROpen Educational Resources (OER), auf Deutsch offene Bildung More, KI und Qualitätssicherung wird klar: Die Zukunft offener Bildung entsteht nicht allein durch Technik oder Materialien, sondern durch das Mitgestalten von Standards, Werten und Praktiken.
Für das ZOERRDas Zentrale Open Educational Resources Repositorium (ZOERR) More war die Konferenz ein wertvoller Ort, um sich einzubringen, Impulse zu sammeln und sichtbar zu machen, wie unsere Organisation die OER-Community aktiv unterstützt.
